An der Nordseite des Hafendörfchens "Pier 1" am Cospudener See entstehen derzeit neue Ferienwohnungen. Ende 2012 sollen sie fertig werden. Entworfen worden sind sie vom Architekturbüro "Fuchshuber und Partner". Die Leipziger Gebäudeentwickler waren auch schon bei der Entstehung der bisherigen Anlagen federführend. Wir haben uns Mitte März mit Gregor Fuchshuber getroffen, um mehr über das Projekt zu erfahren. Er berichtete dabei auch von einem neuen Projekt am Hainer See – dem „Hotel Seeblick“.
Die jetzt am Cospudener See wachsenden Ferienwohnungen seien seit dem Jahr 2000 Bestandteil des gesamten Hafenkonzeptes des "Pier 1" gewesen, erklärte Fuchshuber im Interview. Entstehen sollen die neuen Gebäude auf der Fläche zwischen Park- und Trockenliegeplatz.
Die zwanzig Gästezimmereinheiten werden im Obergeschoss untergebracht, sollen über einen Laubengang erreichbar und jeweils 35 Quadratmeter groß sein. Im ebenerdigen Untergeschoss seien Funktionsräume für Taucher und Segler vorgesehen. Insgesamt entstünden so 700 Quadratmeter Herbergskapazität und 300 Quadratmeter als Lager und Nutzraum für Wassersportler.
Auf Pfählen im Wasser stehen soll laut Fuchshuber hingegen das neue "Hotel Seeblick" am Hainer See. Drei Etagen mit jeweils fünf Zimmern seien hier vorgesehen. Erbauer scheint auch hier die Leipzigseen GmbH. Fertig werden könnte dem Architekt zufolge auch dieses Objekt bis zum Jahresende.
"Man hofft dort, auch Wochenendgäste zu akquirieren, und vor allem auch Gäste, die mit dem kulturellen Angebot im Schillerhaus und im neu sanierten Herrenhaus an diesen See gelockt werden" sagte Fuchshuber zur Frage, ob es am Hainer See überhaupt Besuchernachfrage für ein Bettenhaus gibt. Mehr im kompletten Audio-Interview – Länge rund zehn Minuten.
Die Wassersportmesse "Beach & Boat" ist seit vier Jahren auch eine gute Gelegenheit, kurz vor der Saison mit einigen Leipziger Wasserakteuren ins Gespräch zu kommen. Bisher bei jeder Ausgabe über das Radio-Neuseenland-Mikrofon gestolpert ist Bernd Herold vom alteingesessenen Leipziger Bootshaus Herold in der Antonienstraße.
Dieses Jahr haben wir ihn am Abend des Messe-Donnerstags kurz vor der Rückfahrt in seinen Laden im Leipziger Westen erwischt. Seine Einschätzung zur Entwicklung der Saisonauftaktschau "Beach & Boat": Die Ausstellung sei bisher jedes Jahr gewachsen, wenngleich es am ersten Messetag in diesem Jahr ruhiger zuging als in den Ausgaben zuvor.
Ende 2007 haben wir das erste Mal mit dem Leipziger Bootsmann gesprochen – seitdem gibt es mindestens ein Interview mit ihm pro Jahr bei radioneuseenland.de. Zur Frage, wie sich das Leipziger Seenland aus seiner Sicht in den letzten fünf Jahren entwickelt habe, bestätigte er im Februar 2012: "Es ist sehr viel passiert." Dass der Zuspruch und das Interesse der Leipziger am Wasser gewachsen sei, zeige sich bei ihm auch am Verkauf von Paddelbooten. "Stark gestiegen", so Herolds kurze Einschätzung dazu.
Wachsend ist auch sein eigenes Angebot in der Antonienstraße. Zur Frage, was es 2012 Neues im Hauptquartier an der Elster geben wird, erklärte Herold: "Unsere Parkplatzerweiterung nähert sich ihrem Ende. Die Saison startet mit einem großen Freisitz und wahrscheinlich einem neuen Anleger für die Paddler."
Zum Auftakt der Freiluftjahreszeit wird es vor seinem Bootshaus auch in diesem Jahr wieder einen Gebrauchtbootmarkt geben. Termin ist der 14. April. Herold über das Anliegen des Festes: "Da werden von privat an privat Boote getauscht, verkauft, gehandelt. Wir stellen auch noch Boote mit hin. Das ist praktisch wie eine Saisoneröffnung mit Grill und viel Spaß." Mehr von ihm im ganzen Audio-Interview.
Die vierte Ausgabe der Leipziger Wassersportmesse "Beach & Boat" ist Geschichte. Knapp 15.000 Besucher sollen in diesem Jahr an den Eingängen gezählt worden sein. Einer der Aussteller war der Diplom-Ingenieur Jörg Albrecht. Wir haben mit ihm am Messe-Donnerstag über Solarantriebe auf Booten, die Skepsis gegenüber Elektro-Antrieben und seine Rolle bei der Entwicklung des LeipzigBootes gesprochen.
Albrecht war mit einer eigenen Boots-Konstruktion namens "AquaKart" angereist und hat in Vorträgen über Sonnenstromantriebe in Wasserfahrzeugen aufgeklärt.
Im Gespräch mit ihm ging es unter anderem um die Frage "Wie ist der Stand der Entwicklung bei Solarantrieben im Schiffsverkehr?" Albrecht: "Die Solartechnik auf Booten ist schon relativ weit fortgeschritten, aber das Nonplusultra ist noch nicht erreicht." Potenziale gäbe es unter anderem bei der Anordnung der Solarmodule und durch weitere Optimierung der Antriebe.
Angesichts der noch immer gegenüber Elektroantrieben auf dem Wasser herrschenden Skepsis und woher diese rühren könnte, sagte der Solarpionier auf der Leipziger Messe: "Das ist die Erfahrung. Die konventionellen Bootsbesitzer haben die Erfahrung gemacht, dass ihr Motor läuft. Insbesondere sehen sie bei den Elektroantrieben, dass die sehr geringe Leistungen haben und das bringen die meisten nicht zueinander. Die verstehen nicht, warum man mit einem Elektroantrieb mit geringer Leistung genauso schnell fahren kann, wie mit einem konventionellen Antrieb mit sehr hoher Leistung.“
Mehr von Jörg Albrecht im kompletten Audio-Interview. Neben Solarantrieben und LeipzigBoot geht es auch um seinen ersten Eindruck von der jungen Leipziger Wassersport-Messe "Beach & Boat". Länge 6 Minuten 22 Sekunden.
Zum vierten Mal ging sie vom 16. bis zum 19. Februar 2012 auf dem Neuen Leipziger Messegelände über die Bühne, die junge Wassersportmesse "Beach & Boat". Wir haben auch in diesem Jahr den Eröffnungstag für einen Rundgang mit Reporter-Rüstzeug genutzt. Herausgekommen sind einige Interviews mit Bootsentwicklern und Seenland-Gestaltern. Unter anderem mit dem Leipziger Bootsbauer Fritz Kayser-Mosebach.
Kaysers Werft ist momentan noch in Naunhof beheimatet. Irgendwann in den nächsten Jahren soll sie an den Zwenkauer See verlagert werden. Im Herbst 2013 könnte es soweit sein, erklärt Herolds letzter Holzbootsbaulehrling im Interview. Dann könnte der Bau abgeschlossen werden, der im Jahr 2012 begonnen werden soll.
Gefertigt werden soll in diesem neuen Bootshaus am neuen See unter anderem auch ein extra für das neue Leipziger Seengebiet entwickeltes Motorboot. Der Clou: Das schicke Holzschiff wird von einem Elektro-Außenborder über den See geschoben, der wiederum seine Energie aus einer Brennstoffzelle bezieht.
Als Aggregat kommt eine Stromturbine von "Torqueedo" zum Einsatz. 100.000 Euro seien laut Kayser bisher in die Konstruktion des Prototypes geflossen. Der Verkaufspreis könnte sich bei 50.000 Euro einpendeln. Auch eine Variante als reines Elektroboot ohne Wasserstoff-Generator scheint vorgesehen. Monetäres Zielgebiet dafür: runde 20.000 Euro.
Im kompletten Audio-Interview mit dem Bootsbaumeister geht es auch um seine Vorhaben am Hainer See. Dort hatte Kayser im letzten Jahr begonnen, Paddelboote zu verleihen. Dass es dabei zu regelmäßigen Besucheranstürmen gekommen wäre, war seinen Worten allerdings nicht zu entnehmen. "Der Hainer See hat sich nicht so entwickelt, wie wir uns das erhofft hatten", so Kayser im Gespräch. Das Gewässer liege halt doch eher ein bisschen abseits. Daher dort in diesem Jahr ein zweiter Testlauf mit geändertem Angebot und neuen Öffnungszeiten. Bei schönem Wetter könnte es im April losgehen. Im Herbst werde man dann sehen, wie es weitergeht.
Das Kaysers Einschätzung übrigens zur Entwicklung der "Beach & Boat": "Die Messe hat sich aus unserer Sicht wirklich gut entwickelt." Sie sei zur wichtigsten regionalen Schau für die neuen Seenländer in der Lausitz und rings um Leipzig geworden. Auffällig gewesen sei bei der vierten Ausgabe vor allem ein wesentlich breiteres Angebot an Segelbooten. Mehr im kompletten Audio-Interview.
Nach vielen Jahren des Bangens und Wartens sind sie seit diesem Sommer auf den messestädtischen Gewässern zu sehen - die "LeipzigBoote" des Markkleeberger Tischlermeisters Reiner Kehr. Wir hatten auch schon einmal die Gelegenheit, in ein solches Wassertaxi hinein zu hören. Hier der Motorklang der neuen Fahrgastschiffe, die mit ihren emmissionsarmen Antrieben und den drei Kielen eigens für die Pleißestadt entwickelt worden sind.