Nach vielen Jahren des Bangens und Wartens sind sie seit diesem Sommer auf den messestädtischen Gewässern zu sehen - die "LeipzigBoote" des Markkleeberger Tischlermeisters Reiner Kehr. Wir hatten auch schon einmal die Gelegenheit, in ein solches Wassertaxi hinein zu hören. Hier der Motorklang der neuen Fahrgastschiffe, die mit ihren emmissionsarmen Antrieben und den drei Kielen eigens für die Pleißestadt entwickelt worden sind.
Vom 18. bis 21. Februar ist es wieder soweit - dann geht die Wassersportmesse "Beach & Boat" auf dem Leipziger Neuen Messegelände über die Bühne. Diesmal in der Ausgabe Nummer 2. Wir sprachen für Radio Neuseenland und die Leipziger Internet-Zeitung l-iz.de mit dem Gründungsvater und Projektleiter Christian Gute.
Unter anderem ging es dabei um einen Ausblick auf die vier Messetage und die Frage, warum Motorboote für die neuen Seen eigentlich so wichtig sein sollen.
Die Neue Harth kam nach der alten Harth, ist irgendwo zwischen Markkleeberg, Leipzig und Zwenkau zu finden und muss wohl da sein, wo auch die A38 ist. So oder ähnlich sieht es aus, das Bild des Normal-Leipzigers von diesem neu aufgeforsteten Stück Landschaft im Leipziger Südraum. Dass es schon am Südufer des Cospudener Sees beginnt und seine Lage im Leipziger Neuseenland einmal eine sehr zentrale sein wird, ist dabei nur wenigen bewusst.
Eine ausgehöhlte Kippenlandschaft ist die Neue Harth schon lange nicht mehr. „Wald-Offenland-Seenmix“, so heißt es im Expertendeutsch, was hier in den letzten Jahrzehnten neu entstanden ist. Mittendrin zwei Wahrzeichen, die beide für sich schon bekannter sind, als die Gegend in der sie stehen: die Bistumshöhe am Cospudener See und jene weiter südlich platzierte Erlebnismaschine, die mit dem Namen „Belantis“ groß geworden ist.
„Die Neue Harth ist keine Kippenlandschaft, wo keine Wege durchgehen, sondern eine sehr facettenreiche Landschaft mit Wald, Offenland und Biotopen, die heute schon wie Biotope aussehen“, das sagt Kai Braun, der Geschäftsführer des Zweckverbandes Neue Harth, zu dem was hier in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden ist. Der Diplom-Geograf weiter: „Wir müssen nicht erst warten, bis die Landschaft fertig ist, sondern sie ist teilweise schon mehr als fertig – im positiven Sinne, dass wir also nicht nur den Cospudener-See-Rundweg haben, sondern abseits dieses Weges tatsächlich Räume haben, die entdeckt werden wollen.“
Kurz vor Weihnachten trafen wir ihn in seinem Büro im Leipziger Neuen Rathaus. Zur Sache mit dem ausbaufähigen Bewusstsein in der Öffentlichkeit sagte Braun dabei: „Wo kein Wasser ist, zieht es in der Regel auch wenig Leute hin.“ Ein nüchterner Satz - gesprochen von Kai Braun klingt dabei aber auch der lange Atem des Landschaftsplaners mit. Kaum einer weiß schließlich besser, welches Potenzial in diesem schlummernden Stück Landschaft steckt - mit dem Cospudener See im Norden, dem Zwenkauer See an der Südseite und eben jenem Verbindungskanal in der Neuen Harth, mit dem aus beiden einmal ein großes Ganzes werden wird.
Wo er die Neue Harth und den Zwenkauer See in zehn Jahren sieht, was 2009 im Planungsgebiet seines Zweckverbandes geschah, was 2010 kommen wird, warum er keinen „Kraut- und Rübenladen“ will und was das alles mit einem Architektur-Sommer 2010 zu tun hat, das verriet Kai Braun der L-IZ am 22. Dezember im Audio-Interview.
Runde 80 Jahre liegt er zurück, der Baustart für den Lindenauer Hafen. Fünf Jahre wurde damals gewerkelt, bis die Arbeiten 1943 eingestellt wurden. Rund die Hälfte der Betonarbeiten soll bis dahin realisiert worden sein. Seitdem ist zwar viel rund um die Anlage geschehen.
Fertig geworden ist das Verbindungsstück zwischen Elster-Saale- und Karl-Heine-Kanal allerdings nie. Auch ist das Areal mit der riesigen Kaimauer bis heute auf dem Wasserweg nicht erreichbar.
Sechs Meter tief soll es sein, das Hafenbecken, das sich dahinter verbirgt. Es mit den Wasserwegen im Norden und vor allem dem Süden zu verbinden, dafür gab es in den 90er Jahren erneuten Schub. Den dafür nötigen Rückenwind lieferte die Sanierung des Karl-Heine-Kanales zwischen 1993 bis 1996. Mit ihr rückte auch die stattliche Hafenanlage zwischen Grünau und Lindenau wieder mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Inklusive der Frage, ob der Fußweg unter der Lützner Straße die einzige Verbindung zwischen beiden Projekten bleiben muss.
Die ist seit einigen Jahren geklärt. Kommen wird er, der Durchstich vom Lindenauer Hafen zum Karl-Heine-Kanal. 2013 könnte es soweit sein, sagt Dr. Sabine Heymann. Sie ist die Vorsitzende des Wasser Stadt Leipzig e.V. Kurz vor Jahresende hatten wir Gelegenheit, mit ihr über das Vorhaben zu sprechen. Thema: das Wasser im Leipziger Westen, der aktuelle Stand der Dinge und das Jahr 2010.
Wie die Pläne derzeit aussehen, was im Unterschied zu Olympia anders geworden ist, wie das Gelände in zehn Jahren aussehen könnte und warum sie deswegen für 2010 eine Spendenaktion plant, das verriet Stadträtin Dr. Sabine Heymann Mitte Dezember 2009 im Interview.
"Er erhitzt natürlich die Gemüter seit geraumer Zeit", sagt Ilse Lauter zur aktuellen Situation mit dem B-Plan 232 für den Kulkwitzer See. "in den Ausschüssen des Stadtrates hat er noch keine ROlle gespielt", gab sie weiter zu Protokoll. Das könne sich im Frühjahr ändern, meinte sie weiter. Mehr im Interview mit der Sprecherin von Die Linke, die selbst in Grünau runde zehn Fußminuten entfernt vom Kulkwitzer See wohnt.